Vielen Bauherren ist es heute nicht mehr egal, worauf ihr zukünftiges Wohnhaus stehen wird. Sie lassen ihren Bauplatz hinsichtlich geologischer Störungen analysieren und planen die Ausrichtung ihres Hauses oder die Raumaufteilung entsprechend.
Zunehmend nutzen Bauträger und Kommunen diesen innovativen Trend, um vorgesehene Wohnbaugebiete interessanter und attraktiver zu gestalten. Sie beauftragen geophysikalische Untersuchungen und berücksichtigen die Ergebnisse während der Planung.
Unten sehen Sie die farbige Flächengrafik einer Baugebietsuntersuchung. Die untersuchte Fläche ist 270 m lang und 260 m breit. Für unseren Kunden wurde die Grafik maßstabsgetreu (M. 1:1000) in einen Lageplan integriert.
Diese Darstellung ist das Ergebnis der geophysikalischen Untersuchung eines zukünftigen etwa 70.000 m² großen Wohnbaugebietes mit sensiblen Strahlenmessgeräten. Die Grafik besteht aus 28.673 Messwerten die auf 53 Profilen ermittelt wurden. Der Profilabstand beträgt fünf Meter.
Die Farben grün, blau und braun zeigen die Verteilung der Gammastrahlung in der Erde des untersuchten Gebietes an. Diese Art der grafischen Darstellung ist übersichtlich und wird deshalb von unseren Kunden bevorzugt.
Die Bewertung der Messergebnisse erfolgte in Anlehnung an die baubiologischen Richtwerte für geologische Störungen (SBM-2008).
Geologisch homogen ist der grün dargestellte Bereich. Dieser ist aus baubiologischer Sicht für die Wohnbebauung empfehlenswert. Die blauen und braunen Flächen sind geologisch auffällig. Blau zeigt eine Wasserführung (Wasserader) in der Erde. Die braunen Strukturen lassen die Randzone einer Gesteinsgrenze mit nachfolgendem Gestein höherer Radioaktivität erkennen. Deponiekörper und Altlasten sind im Untergrund nicht vorhanden.
Das Planungsbüro sieht den geologisch ungestörten grünen Bereich für die Wohnbebauung vor.
Die blau dargestellte Wasserführung und die braunen Flächen werden entsprechend berücksichtigt und von der Bebauung ausgeschlossen. Dort entstehen Wege, Grünanlagen und Parkplätze.
Geophysik: Radiometrie
Meßtechnik: Szintillationszähler parallel
Meßwerte: Impulse pro Sekunde (ips)
Auf diesem Bild sehen Sie einen Geländewagen mit geophysikalischer Mess- und Ortungstechnik bei winterlichen Einsatzbedingungen.
Im Fahrzeuginnern registrieren Computer und Aufzeichnungsgeräte die ermittelten Daten und den jeweiligen Standort der Messung.
Während der Fahrt kann der Messtechniker die eingehenden Informationen verfolgen und zusätzliche Geländemarkierungen setzen.
Hier unser Messfahrzeug mit zusätzlicher Vorrichtung für die Untersuchung magnetischer Gleichfelder. Parallel zu radiometrischen und anderen Analyseverfahren kann das natürliche Magnetfeld der Erde auf Anomalien hin überprüft werden.
Die für die Magnetik eingesetzte feinfühlige Messtechnik ist so konzipiert, dass das Anomalienfeld des Messfahrzeuges während der Untersuchung ausgeblendet wird.